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Von Amsterdam bis nach Atlanta: 9 zentrale Loyalty-Trends, die 2026 prägen
April 15, 2026
Auf beiden Events wurde immer wieder deutlich, wie schnell sich Loyalty verändert. Die Erwartungen der Kunden verschieben sich, KI gestaltet Discovery und Engagement neu, und klassische Reward-Mechaniken allein reichen nicht mehr aus, um dauerhafte Beziehungen aufzubauen.
In Amsterdam ging es vor allem um emotionale Loyalty, KI-geprägtes Suchverhalten, die Erwartungen der Gen Z und die Zukunft der Personalisierung. Unser Global Loyalty Director Mike Brinn sprach gemeinsam mit Iain Pringle, Managing Partner von New World Loyalty, in einem Fireside Chat mit dem Titel „From Points to Connection: Building Emotional Loyalty That Lasts“. Growth Director Elodie Rodriguez besuchte Sessions, tauschte sich mit Marken aus und sammelte Insights, die sich auf beiden Events abzeichneten.
In Atlanta wiederum diskutierten die Speaker, wie Loyalty-Programme relevanter, nützlicher und emotional bedeutsamer werden müssen, wenn Marken Teil des Alltags ihrer Kunden bleiben wollen.
Trotz unterschiedlicher Orte, Branchen und Speaker kamen dieselben Themen immer wieder zur Sprache.
- Loyalty wird zur emotionalen Beziehung, nicht nur zur Transaktion.
- Relevanz und Personalisierung werden vorausgesetzt, nicht als Kür verstanden.
- First-Party-Daten werden entscheidend, um bedeutsame Erlebnisse zu schaffen.
- Kunden erwarten von Marken zunehmend alltäglichen Mehrwert und echten Nutzen.
- Marken, die einprägsame Momente schaffen, sind erfolgreicher als jene, die allein auf Rabatte und Punkte setzen.
Falls Sie die Events verpasst haben: Hier sind einige unserer wichtigsten Erkenntnisse.
1. Kunden fehlt es nicht an Rewards, sondern an Verbindung
Jahrelang drehten sich Loyalty-Programme um Punkte und Rabatte. Doch immer mehr Kunden wenden sich ab, weil sich genau diese Rewards schlicht nicht mehr bedeutsam anfühlen. Sie sind praktisch, sprechen aber nicht das Herz an.
Bei Loyalty Connect US eröffnete Walmart mit einem starken Satz: „Loyalty is a behavioural outcome.“
Eine einfache, aber wichtige Erinnerung daran, dass sich Loyalty nicht allein über die Mechanik von Interaktionen erzeugen lässt. Sie entsteht mit der Zeit, durch konstanten Mehrwert und positive Kundenerlebnisse.
Bestärkt wurde das von Motivationsrednerin Tomeka B. Holyfield, die eine der prägnantesten Beobachtungen des Events lieferte.
„Loyalty is not built in a transaction. It is built in how people feel, remember, and return.“
Ein Gedanke, den wir bei TLC Worldwide nur zu gut kennen. Kunden erinnern sich an Momente weit stärker als an Mechaniken. Emotionales Engagement, Relevanz und bedeutsame Erlebnisse schaffen eine stärkere langfristige Loyalty, als Rabatte es je könnten.
2. Emotion treibt Loyalty wirkungsvoller an als reine Ökonomie
Das gelingt über Erlebnisse, überraschende Momente oder einfache Interaktionen, die durchdacht und menschlich wirken.
Auch in Atlanta war dieses Thema präsent, mehrere Speaker diskutierten über die wachsende „transaktionale Müdigkeit“. Kunden sind bereits in Dutzenden Programmen, sammeln unzählige Punkte und erhalten endlose Angebote. Mehr vom Gleichen reicht nicht, um herauszustechen.
Ein besonders eindrückliches Beispiel ergab sich beim Besuch der World of Coca-Cola in Atlanta, welche sich direkt neben der Konferenz befindet, wo der einleitende Markenfilm mit einer Zeile die Richtung perfekt einfing, in die sich Loyalty bewegt.
„We do not remember days, we remember moments.“
Wie Mike Brinn und Iain Pringle in ihrem Fireside Chat ebenfalls betonten, geht es bei Loyalty immer stärker darum, Verbindung zu schaffen, statt nur den Verkauf voranzutreiben.
3. Das „Herz“ der Loyalty ist nicht verhandelbar
- Die Seele: Markenidentität und Purpose
- Das Gehirn: Daten, Technologie und KI
- Das Herz: Community und Mitglieder
- Der Treibstoff: Media und Kanal-Aktivierung
Es war eine weitere klare Art, die verschiedenen Bausteine zu fassen. Am stärksten nachgewirkt hat jedoch das Herz.
Der Gedanke, dass Community, Verbindung und emotionales Engagement im Zentrum wirksamer Loyalty-Programme stehen, kam deutlich zum Ausdruck. Denn rationaler Wert und finanzielle Anreize spielen zwar weiterhin eine wichtige Rolle, reichen für sich genommen aber selten aus.
In Amsterdam wie in Atlanta zeigte sich immer wieder, wie wichtig emotionales Engagement, Community und menschliche Verbindung sind. Natürlich zählen rationaler Wert und Incentives nach wie vor, doch zunehmend sind sie nur noch der Ausgangspunkt.

4. Nutzen wird genauso wichtig wie Aspiration
„Scalable loyalty begins with utility, not aspiration.“
Kunden erwarten von Loyalty-Programmen zunehmend praktischen, alltäglichen Mehrwert und nicht nur gelegentliche Rewards oder langfristige Einlöseziele. Auf beiden Events wuchs daher die Überzeugung, dass Loyalty-Programme sich über Relevanz, Bequemlichkeit und Nutzen einen festen Platz in den Routinen der Kunden verdienen müssen.
Aus dem eigenen Ansatz von TLC Worldwide wissen wir: Die wirksamsten Programme sind oft jene, die sich natürlich in den Alltag der Kunden einfügen und konstant, bezahlbar und skalierbar Mehrwert liefern.
5. KI verändert, wie Kunden Marken entdecken und auswählen
37 % der Verbraucher starten ihre Suche mit Tools wie ChatGPT und Gemini, oft ganz ohne eine Website zu besuchen. Das bedeutet weniger Klicks, weniger Touchpoints und einen deutlich kürzeren Weg zur Entscheidung. Eine Session von Nike unterstrich diesen Wandel und zeigte, wie Sichtbarkeit weniger mit dem Suchranking zu tun hat und mehr damit, selbst Teil der Antwort zu sein.
Marken müssen also neue Wege finden, sichtbar und relevant zu sein, wann und wo immer Entscheidungen fallen. Für Loyalty bedeutet das: „Always on“-Rewards und tägliche Markeninteraktionen klingen aufwendig und vielleicht teuer, doch es gibt unzählige Möglichkeiten, dem Alltag der Kunden bezahlbar Mehrwert hinzuzufügen, wenn Marketer es richtig angehen.

6. Die Gen Z fordert von Marken mehr Ehrlichkeit
Studien zeigen, dass sich rund 70 % der Gen Z als loyal betrachten, mehr als die Hälfte aber für ein besseres Angebot die Marke wechseln würde, und viele aktiv nach Angeboten suchen, bevor sie kaufen.
Die Gen Z ist sehr aufmerksam, sehr selektiv und schnell abgeneigt, wenn sich etwas unauthentisch oder wenig wertvoll anfühlt.
Um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu halten, müssen Marken mehr bieten als clevere Botschaften oder oberflächliche Personalisierung. Mehrwert, Ehrlichkeit und Relevanz müssen durchgängig stimmen, um ihre Gunst zu gewinnen.
7. Personalisierung zählt weiter, aber sie muss etwas bedeuten
Gut gemacht, lässt Personalisierung Interaktionen relevant und mühelos wirken. Schlecht gemacht, wird sie einfach Teil des Rauschens. In der Spanne zwischen diesen beiden Polen suchen viele Marken noch ihren Weg.
In Amsterdam wie in Atlanta betonten die Speaker immer wieder, dass Marken sich nicht länger auf generische Botschaften oder grobe Segmentierung verlassen können, wenn sie relevant bleiben wollen. First-Party-Daten zu erheben, zu verstehen und zu aktivieren, ist die Grundlage für Loyalty-Erlebnisse, die sich wirklich persönlich anfühlen.
Die erfolgreichen Marken nutzen Kundeninsights und First-Party-Daten nicht nur, um Kunden besser anzusprechen, sondern um echte, wertvollere Erlebnisse zu schaffen.
8. Es ist in Ordnung, nicht alle Antworten zu haben
Von der Programmstruktur über die Personalisierung bis zur sich ständig wandelnden Rolle der KI bleiben viele Fragen offen, ebenso wie die Einsicht, dass es keine einzige „richtige“ Antwort gibt. Aber wann gab es die je?
Wie immer gilt: sich die Zeit nehmen, zu testen, zu lernen, sich weiterzuentwickeln und kontinuierlich auf Markt- und Kundenveränderungen zu reagieren, wird entscheidend sein.
9. Die Grundlagen zählen weiterhin
Klarer Mehrwert, starke Umsetzung und ein echtes Verständnis der Kunden tragen nach wie vor alles. Ja, Technologie beschleunigt den Wandel, doch sie legt zugleich offen, wo diese Basics fehlen.
Marken müssen neue Tools einsetzen und sie zugleich mit soliden Grundlagen und einem klaren Selbstverständnis verbinden.
Wie Walmart in der Eröffnungs-Keynote sagte: „Loyalty must be economically credible.“
Diese Balance zwischen emotionalem Engagement und kommerzieller Realität wird künftig immer wichtiger.
Wenn eine Erkenntnis alles zusammenhält, dann diese: Loyalty dreht sich nicht mehr allein um Punkte, Stufen und Mechaniken, sondern kommt am Ende immer auf Verbindung zurück.
KI beschleunigt den Wandel, die Gen Z hebt die Erwartungen, und Marken sind gefordert, etwas Bedeutsameres zu schaffen. Denn am Ende bleiben Kunden jenen Marken treu, die sie auf einer tieferen Ebene verstehen und Erlebnisse schaffen, die ihnen wirklich am Herzen liegen.
Bereit, Ihre Loyalty-Strategie weiterzuentwickeln?
Wenn Sie überlegen, wie Sie Ihre Loyalty-Strategie über Punkte hinaus zu etwas Wirkungsvollerem entwickeln, setzen wir das Gespräch gerne gemeinsam fort.
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